Hotels in Hongkong

Wie angekündigt, entführe ich euch diesen Monat ins facettenreiche Hongkong. Bevor ich über drei wahre Luxushotels berichte und euch einen Einblick in die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gebe, möchte ich drei Regionen dieser pulsierenden Metropole, die jedoch in weitere Stadtteile (Distrikte, Bezirke, Viertel) unterteilt sind, kurz vorstellen. So könnt ihr auch für ein verlängertes Wochenende nach Hongkong fliegen und trotzdem alles, was sehenswürdig ist, luxuriös erleben! 

  • Kowloon mit der berühmten Nathan Road, dem einzigartigen Chi-Lin-Kloster, dem stets mit Nebel verhüllten Wong Tai Sin Tempel und der malerischen Hafenpromenade. Das PENINSULA wie auch das RITZ-CARLTON liegen im Viertel Tsim Sha Tsui. 
  • Hong Kong Island, ein kosmopolitisches Banken- und Finanzzentrum untergebracht in ultramodernen Bürotürmen gepaart mit alten Kolonialbauten, besticht vor allem durch den Peak, den Ma Mo Tempel und Aberdeen. Das MANDARIN ORIENTAL liegt im Distrikt Chung Wan (auch Central genannt), fußläufig zum Macau Ferry Terminal und zur Victoria Peak Seilbahnstation (Zahnradbahn). 
  • New Territories mit Naturschutzgebieten und authentischen Dörfern beeindruckt mit dem bunten Wan Fo Shek-Tempel und dem Yuen Yuen Institut, einer taoistischen Tempelanlage. 

Die ehemalige britische Kolonie im südöstlichen China punktet nicht nur als eine der besten Businessstädte der Welt, die Hightech-Metropole fasziniert den Luxusreisenden stets aufs Neue mit seinem gelungenen Mix aus chinesischem Erbe, britischen Kolonialeinflüssen und modernem Lifestyle. 

Hongkongs Hotellerie verfügt über einen hohen Standard und die Luxushotels, wie zum Beispiel Four Seasons, Shangri-La oder Grand Hyatt, verwöhnen jeden einzelnen Gast. Allerdings stelle ich euch nur drei Luxusherbergen vor, wobei das The Peninsula mein absoluter Favorit ist. 

Das Peninsula

Das Ritz-Carlton

Das Mandarin Oriental


Das Peninsula

Das legendäre The Peninsula Hong Kong in Kowloon (an der Kreuzung Nathan Road und Salisbury Road) – das Flaggschiff der Peninsula-Gruppe – in Insiderkreisen einfach „The Pen“ genannt, zählt seit seiner Eröffnung am 11. Dezember 1928 zu den berühmtesten Hotels der Welt.

Lobby vor der Renovierung in Blau 
Nach der Renovierung in einem zarten Beige-Ton 

Im Chinesischen Bürgerkrieg (1926) diente das Peninsula als militärisches Hauptquartier der Briten und während der Besetzung der ehemaligen Kronkolonie (1941) als Hauptquartier des Generalleutnant Takashi Sakai. 

Das Peninsula gilt 2021 immer noch als “Grande Dame” der Luxushotellerie. Diese mondäne “Grand Old Lady” versteht es nämlich, Tradition unter anderem mit Hightech zu verbinden.

Jedes Mal beim Betreten der grandiosen Lobby mit vergoldetem Stuck im kolonialen Ambiente, spüre ich eine fast ehrfürchtige Atmosphäre und denke an die unzähligen gekrönten und ungekrönten Häupter dieser Erde, die ebenfalls im stilvollen Peninsula genächtigt haben. Für mich persönlich die beste Adresse in Hongkong, eine Oase inmitten des Trubels der Millionenstadt. Man fühlt sich – dank des exklusiven Weltklasseservice – nicht nur als VIP, sondern als M(ost)I(mportant)P(eople)! Auch ihr müsst diese Dame in eurem Leben erleben. Sie wird auch euch begeistern und in ihren Bann ziehen! Lasst euch mit einem Rolls-Royce aus der hoteleigenen Flotte (zum Beispiel mit dem Kennzeichen: MP 3477 oder MP 3346 oder MP 3991 oder MP3951) vom Flughafen zum Hotel chauffieren. Ein grandioses, fünfzigminütiges Erlebnis, welches ihr nicht missen sollt! 

Was die Zimmer und Suiten in diesem Juwel angeht, so empfehle ich euch im 1994 eröffneten Tower zu residieren.

Dieser moderne Bau ergänzt das neoklassizistische Hauptgebäude eindrucksvoll und steigert die Kapazität des Hauses auf 300 Zimmer und Suiten. Bucht ein Grand Deluxe Zimmer in den oberen Etagen mit Blick auf den Hafen, d.h. unter anderem auch mit Blick auf die einzigartige Skyline der Millionenmetropole und mit atemberaubendem Blick auf die Symphony of Lights – wir haben beispielsweise bereits im 19. Stock (1909) oder im 22. Stock (2209) übernachtet.

Diese allabendliche Lasershow der Superlative spielt sich von 20:00-20:14 Uhr vor eurer Superior- oder Deluxe Suite bzw. eurem Grand Deluxe Zimmer mit Hafenblick ab. Ihr habt wahrlich einen Logenplatz auf die synchron geschalteten Lichter, Laser und Scheinwerfer auf die Dächer der Wolkenkratzer im Central Bezirk von Hongkong Island. Achtet besonders auf den Bank of China Tower, ein architektonisches Wahrzeichen im Central Distrikt. Jedoch hört ihr die Musik – dank der schallisolierten Fenster – nicht. Wer also das gesamte glitzernde Spektrum dieses gigantischen

Lichtertheaters erleben will, muss das Hotel kurz verlassen und sich auf die gegenüberliegende Straßenseite begeben. Uns persönlich hat immer der Blick aus den raumhohen Fensterfronten mit einem Glas Peninsula-Champagner in der Hand genügt. Die Zimmer und Suiten im „The Pen“ bieten alles, was das Herz eines stilvollen Luxusreisenden begehrt. Für die Damen gibt es unter anderem einen Nageltrockner mit LED; für Badewannenliebhaber (wie mich) eine großzügige Badewanne aus Marmor mit eingebautem Fernseher, für Hightech-Verliebte beispielsweise LED-Touchscreens an den Zimmerwänden.

Die VOIP-Technologie (kostenlose Ferngespräche in die geliebte Heimat) begeistert letztlich jeden einzelnen Gast! 

Ein Aufenthalt in der römischen Poollandschaft in der siebten Etage – mit zwei integrierten Whirpools im Winter und einer prachtvollen Sonnenterrasse im Sommer inklusive wunderbarem Blick auf Hong Kong Island – ist ein Muss.

Das angrenzende Spa entpuppt sich als wahrer Wellness-Tempel nach einem ereignisreichen Tag und lässt keine Wünsche offen. Ihr müsst euch dort bei einer balinesischen Massage oder einer Gesichtsbehandlung verwöhnen lassen. Im ultramodernen Fitnesszentrum könnt ihr euch auspowern, falls ihr noch Kraft habt. 

Ebenfalls überrascht uns das Peninsula bei jedem Besuch mit Kunstvernissagen und fabulösen Ausstellungen, wie beispielweise der „Love Art at The Peninsula“ Initiative mit erstaunlichen Werken unter anderem von Richard Wilson, einem bekannten britischen Künstler.

Die Peninsula Academy wiederum entwickelt stets auf Neue ein beeindruckendes und maßgeschneidertes Programm für die Hotelgäste. Schaut auf der Homepage ins aktuelle Programm hinein (www. peninsula.com/en/hong-kong)

Auch die facettenreiche Restaurant-Szene im Peninsula zählt zu den besten der Stadt. Ihr braucht das Hotel nicht zu verlassen, um auswärts zu speisen. Jedes Restaurant im „The Pen“ bietet einen kulinarischen Orgasmus! Wir haben nur ein einziges Mal während unserer Aufenthalte nicht im „The Pen“ diniert, sondern im Palco, einem herausragenden italienischen Restaurant. Es soll jedoch seit der Corona-Krise dauerhaft geschlossen bleiben. Aber wer weiß, eventuell steigt es – wie Phönix aus der Asche – wieder auf? 

Das Felix im Peninsula-Neubau – vom weltberühmten Designer Philippe Starck entworfen – entlarvt sich als echtes Designjuwel und erfreut den Gaumen mit einer modernen europäischen Küche.

Ihr befindet euch in diesem Restaurant wie auf einer anderen Galaxis. Euer Abenteuer beginnt bereits im Fahrstuhl, der euch in Sekundenschnelle ins 28. Stockwerk katapultiert. 

Wirklich berauschend ist der atemberaubende Ausblick von dem etwas anderen „stillen Örtchen“. Die Herren sollen sich also nicht wundern, wenn ihnen Damen aus der Männertoilette entgegenkommen. Sie wollen sich sicherlich nur von der Aussicht beglücken lassen. Philippe Stark hat die Urinbecken so in dem Raum platziert, dass die Männer einen fantastischen Blick über den Victoria-Hafen von Hongkong genießen können. 

Das überaus elegante Gaddi´s serviert französisch inspirierte Sterneküche mit gaumenschmeichelnden Aromen. 

Das Verandah in der ersten Etage spiegelt mit seinen Rattanmöbeln im Kolonialstil den neoklassizistischen Charakter des Hotels wider. Das Buffet ist ein kulinarischer Augenschmaus.

Das Chesa, im Stil eines urigen Schweizer Alpengasthauses, verwöhnt den Gast vor allem mit schweizerischen Spezialitäten. Mein Lieblingsdessert: das Chalet-Suisse! 

Während das Spring Moon feinste China-Küche serviert, delektiert sich der Gaumen im Imasa an der japanischen Küche. 

Ich möchte hier noch den luxuriösen Five o´Clock Tea in der Lobby mit stilvoller Live-Musik erwähnen. Übrigens spielt die Live-Band auch abends! Bevor ihr also in den hauseigenen Nachtclub Salon de Ning eintaucht, könnt ihr euch in der Lobby vom Klang der Musik berauschen lassen. 

Das krönende Highlight, ein absolutes Muss, ist ein privater Helikopterflug. Der Heliport ausgestattet für zwei Helikopter befindet sich nämlich auf dem Dach des 1994 errichteten Towers. (Lady Di war Stammgast und reiste stets vom Flughafen mit dem Helikopter an.) Auf geht´s ins 30. Stockwerk ins The China Clipper und ab geht´s über Kowloon (ausgesprochen: gau lung / 9 Drachen).

Glaubt mir, es ist durchaus besser über Kowloon zu fliegen, als durch die überfüllten Straßen von Kowloon zu laufen! Des Weiteren überfliegt ihr – während dem 45-minütigen Rundflug – den Big Buddha und bekommt einen überwältigenden Eindruck von dieser facettenreichen Stadt. Hinter dem Hochhausdschungel entfaltet sich nämlich Hongkongs grüne Seite mit üppigen Wäldern und tollen Stränden.

Die exklusive Einkaufsarkade im Anbau des Peninsula mit den weltweit bekannten Nobelmarken und erfahrenen Maßschneidern ist ebenfalls einen Besuch wert. Aber aufgepasst: entgegen aller Behauptungen ist und bleibt ein maßgeschneidertes Kleidungsstück nie ein Schnäppchen! Wer auf Qualität, edle Materialien und modische Schnitte achtet, muss auch dort tief in die Tasche greifen! Allerdings sind die Maßschneidereien in der Ladenpassage des „The Pen“ mit überseeischer Kundschaft vertraut und leisten hervorragende Arbeit (mindestens 2 Anproben sind jedoch vor Ort nötig). 

Letztlich ist die privilegierte Lage des „The Pen“ einfach grandios und nicht zu toppen! Überquert die Straße und schlendert entlang der berühmten Hafenpromenade am Kowloon Pier, der sogenannten Avenue of Stars, eine Hommage an die Stars und Sternchen der kantonesischen Filmindustrie und lasst die kolonial geprägte Architektur der Hochhäuser auf euch wirken. Ebenfalls liegt das Hong Kong Cultural Center nur zwei Minuten zu Fuß vom „The Pen“ entfernt und beherbergt ein Kunstmuseum, ein Konzerthaus sowie etliche Galerien; das Hong Kong Museum of Art ist knappe vier Minuten zu Fuß vom Peninsula entfernt. Falls ihr Zeit habt, stattet den beiden einen Besuch ab. 

Galerie

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Das Ritz-Carlton

Das Ritz-Carlton liegt ebenfalls im Stadtviertel Tsim Sha Tsui in Kowloon. Ein 45-minütiger unattraktiver Fußmarsch oder eine 8-minütige luxuriöse Autofahrt trennt Hongkongs renommiertes Traditionshaus „The Pen“ vom luxuriösen Ritz-Carlton in luftiger Höhe. 

www.ritzcarlton.com/de/hotels/china/hong-kong/hotel-overview

Dieses ikonisch markante Luxushotel befindet sich nämlich auf den obersten Etagen (103-118) des höchsten Gebäudes der Stadt (490 Meter) und des siebhöchsten der Welt, dem International Commerce Centre (ICC). Vom Eingang an der Austin Road fahrt ihr per Aufzug bis in die Lobby im 103. Stockwerk, welche sich 425 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Dieses Haus eignet sich perfekt für eine oder maximal zwei Übernachtungen, um den Spirit des Ritz Carlton, die facettenreichen Highlights, d.h. die lukullischen Höhenflüge, zu entdecken. Ihr schwebt buchstäblich nachts auf Wolke sieben, dreht morgens oder abends eure Runden im Pool in der 118. Etage und blickt in die Sterne soweit das Auge reicht.

Genießt danach einen Drink in der Ozon Bar oder ein Abendessen in den Wolken. 

Ihr könnt euch – wie im „The Pen“ – mit einem Rolls Royce vom Flughafen abholen lassen. Das Nummernschild lautet: RCHK 88 (R steht für Ritz, C für Carlton, HK stehen für Hong Kong, und die 8, die man in der kantonesischen Aussprache als fa spricht, bedeutet bevorstehender Reichtum). 

Wir haben lediglich eine Nacht in einem Grand Deluxe Zimmer mit sensationellem Hafenblick im 115. Stock verbracht. Die Stadt liegt jedem dort buchstäblich zu Füßen! Im Tin Lung Heen, in dem eine authentische kantonesische Küche angeboten wird, haben wir diniert. Tipp: bestellt im Voraus die Peking-Ente! 

Der kulinarische Höhenflug hat sich uns allerdings erst am kommenden Mittag im Tosca offenbart. 

Der italienische Küchenchef zaubert mit seiner Crew exquisite italienische Spezialitäten und kreiert einen Brunch, der seines Gleichen sucht. Während bereits bei den einladenden Vorspeisen meine strahlenden Augen die erlesenen Dessertvariationen fixiert haben, hat mein Mann immer wieder die unbeschreibliche Aussicht auf die imposanten Wolkenkratzer gesucht. Diese sind nach den Richtlinien des chinesischen “Feng Shui“ errichtet. Sie stehen wahrlich für ein beispielloses Wachstum dieser „City of Life“. 

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Das Mandarin Oriental

Das Mandarin Oriental auf Hong Kong Island zählt – seit seiner Renovierung für rund 115 Millionen Euro – ebenfalls zu den besten Adressen der Stadt. Ich empfehle euch die Oriental Suite 2104 für zwei Nächte. Eine grandiose Suite – mit niedrigen Decken im Schlaf- und im Wohnzimmer – aber mit einem fantastischen Badetempel ausgestattet, inklusive einzigartigem Blick aus der freistehenden Badewanne, der die niedrige Deckenhöhe sofort vergessen lässt. Leider bleibt Pierre Gagnaires pied-à-terre in Hongkong seit einigen Jahren geschlossen. Ich erinnere mich noch gut an den wundervollen Abend im „Pierre II“ mit fantastischem Blick aus dem 25. Stock des Mandarin Oriental vor einigen Jahren.

www.mandarinoriental.de/hong-kong/victoria-harbour/luxury-hotel

Nun speisen wir vorwiegend in der 25. Etage kantonesisch im Man-Wah oder klassische Grillgerichte im Mandarin Grill + Bar. 

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